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Rotary Distrikt 1860

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Safe Motherhood: Centennial-Projekte in Nepal

Hans Martin Scheuch und Karlheinz Nothnagel engagieren sich für abgelegene Gebiete in Nepal


Gruppe von Microcredit-Teilnehmern

"Extreme Armut, hohes Bevölkerungswachstum, hohe Mütter- und Kindersterblichkeit – nach seinen Basisdaten rangiert Nepal ganz am Ende der Wohlstandsskala." Im Oktoberheft 2004 (siehe Link) berichtete das Rotary-Magazin erstmals über die Projekte der beiden Organisatoren vom RC Darmastadt-Bergstraße. Ihr Ziel war, wenigstens die drängendsten Aufgaben wahrzunehmen, um die Lebensverhältnisse der Menschen in Nepal zu verbessern.

Der Schwerpunkt der Projekte war die Gesundheit von Müttern und Kindern sowie die Verringerung des Bevölkerungswachstums. Hierdurch gelang es, einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Landes und seiner Bevölkerung zu leisten.

Schon am 5.Mai 2004 hatte die Rotary Foundation (TRF) ein erstes Projekt zur Ausbildung von Auxiliary Nurse Midwives (ANM) genehmigt. ANMs sind Hilfskrankenschwestern-Hebammen, die im Rahmen des Projekts zusätzlich Geräte, Material und Medikamente erhalten. Damit gründen sie eine Miniklinik in ihren Dörfern, um den Menschen bei der Gesundheitsvorsorge und Familienplanung zu helfen und sie zu beraten. In den Gebirgsdörfern sind sie sehr willkommen, da eine ärztliche Betreuung dort praktisch nicht vorhanden ist. Dieses Pilotprojekt ist das Centennial-Projekt des Distrikts 1860 und wird in Kürze abgeschlossen. Es war maßgebend für die Strukturierung weiterer Projekte, die mit einem 3H-Projekt im Wert von 328.000 US$ einen Gesamtaufwand von 700.000 US$ ausmachen.


ANM in Miniklinik

Unter dem Titel "Safe Motherhood" wurden nun Projekte durchgeführt, die dem ANM-Projekt entsprachen. Weitere Projekte mit 100.000 $ sind reif zur Durchführung, doch die Finanzierung und Genehmigung gestalten sich schwierig. Nachdem vorerst keine Fördermittel von der Foundation erwartet werden können, haben die Organisatoren die Gelder bei Clubs, dem Distrikt und RFPD eingeworben. Sobald TRF diese Selbstfinanzierung genehmigt hat, können die Projekte begonnen werden.

Das erste ANM-Projekt mit einem Budget von 83.000 US$ ergab 30 Minikliniken. Mit dem Gesamtaufwand von 800.000 US$ werden insgesamt 110 Minikliniken in den abgelegenen Gebirgsdörfern Nepals tätig werden.


Mütter und Kinder im Projekt

Teil der ANM-Projekte ist ein Microcredit-Programm. Es verbessert die wirtschaftlichen Lebensbedingungen der Frauen und ihrer Familien. Zugeleich ermöglicht es eine bessere Gesundheitspflege und schafft Zukunftsvertrauen der Ehepaare. Diese sind so eher bereit, anstelle von 6-8 Kindern den Zuwachs auf 3-4 Kinder pro Familie zu reduzieren.

Die Projekte haben einen deutlichen Beitrag geleistet zum Rückgang der Geburtenrate von 4,6 % im Jahr 1996 auf 3,1 % in 2006.

Untersuchungen zeigten, dass bei ungebremster Fortsetzung des seitherigen Wachstums die Bevölkerung in Nepal von jetzt 25 Millionen bis 2050 sich verdoppeln würde. Dies wäre bei einem Land, das keine Rohstoffe und dadurch keine Industrie aufweist, sondern dessen Inlandsprodukt nur durch Tourismus und Landwirtschaft besteht, eine unheilvolle Situation.

(Quelle: Projektbericht von Hans Martin Scheuch, 15.02.2010)

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