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Runde Sache für einen guten Zweck

"Race and Help"-Aktion des Rotary Clubs Lampertheim bringt 5000 Euro für Biedensandschule

LAMPERTHEIM 4300 Euro sind aus den Nenngeldern, die insgesamt 43 Starterteams bei der Rotary-Aktion "Race and Help" bezahlt haben, zusammengekommen. Der Lampertheimer Rotary Club rundete diese Summe auf 5000 Euro auf - das Geld kommt in diesem Jahr der Biedensandschule, einer Einrichtung für lernbehinderte Kinder, zugute.

Am 10. Februar dieses Jahres wurde die Notkirche bereits zum dritten Mal in eine wahre Rennarena umfunktioniert (wir berichteten). Eine Mega-Rennbahn von 50 Metern Länge mit vier Bahnen pro Team war aufgebaut, an der sich 43 gemeldete Gruppen, teils privater Natur, teils aus hiesigen Firmen zusammengestellt, in "Schumi"-Natur austoben konnten. Eingeladen hatte dazu der Rotary Club Lampertheim. Wie immer sollte der Erlös der Veranstaltung - die Teams zahlten jeweils 100 Euro Nenngeld - einer wohltätigen Einrichtung zugute kommen. Die Biedensandschule hatte sich der Sozialverband in diesem Jahr ausgesucht, und so profitiert die Einrichtung von den Einnahmen der Benefizveranstaltung.

Am Donnerstagabend fand nun die Spendenübergabe im "Darmstädter Hof" statt. Eingeladen waren auch die ersten drei Siegerteams, die - wie sie verlauten ließen - einen Riesenspaß hatten, die Miniatur-Flitzer via Daumendruck und Fingerspitzengefühl über die Rennstrecke zu manövrieren. Der diesjährige Rotarier-Präsident Dr. Heinrich Frödert überreichte den Teams "Bullit and Friends" als Drittplatzierte, AS-Interface Racer II (2.) und "Die, die gewinne wellet" (1.) jeweils Urkunden und Bilder von Rennsportautos.

Für die Biedensandschule, vertreten durch Schulleiter Andreas Dähn, gab es den erfreulich hohen Scheck. "Wir können das Geld dringend gebrauchen, um damit verschiedene Materialien für die Schulung der Psychomotorik unserer 140 Schüler zu finanzieren", so Dähn. In der Biedensandschule werden Kinder unterrichtet, die motorische und psychosoziale Problematiken wie auch Lernbehinderungen aufweisen. Früher nannte man diese Schulform Sonderschule, noch früher Hilfsschule. Heutzutage versuchen die dort unterrichtenden Sonderschulpädagogen, den Biedensandschülern Wege zu bahnen, die ihnen eine lebenswerte Zukunft ermöglichen. Das Ganze sei ohne die Hilfe von außen nicht realisierbar. Das Budget für derartige Sonderschulformen sei bei Weitem begrenzter als beispielsweise für Gymnasien. Gähn freut sich, dass die Spende auch der Lobby seiner Schule nützt. Es könne nie falsch sein, lerngeschwächte Kinder dahingehend zu unterstützen, dass ihnen Wege aufgezeigt werden, ihre Zukunft zu meistern

Für die Organisation des diesjährigen "Race and Help"- Spektakels zeichneten Paul Blüm und Andreas Pohlmann verantwortlich. Natürlich werde die sich immer größerer Beliebtheit erfreuende Rotary-Veranstaltung auch im nächsten Jahr wieder stattfinden. Dabei betonten die Klubmitglieder augenzwinkernd, dass es schwer sein werde, zumindest mit Daumendruck auf das imaginäre Gaspedal einem Idol wie Michael Schumacher auch nur annähernd das Wasser zu reichen. Aber das wollen die Teilnehmerteams auch gar nicht. Es zählen der Spaßfaktor und der karitative Gedanke, mit dem Nenngeld nicht irgendwelche Gönner zu bereichern, sondern eine wirklich gute Sache zu unterstützen.

(Quelle: Lampertheimer Zeitung, http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=2724953)

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