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Erstmals am Hockenheimring:Am Mittwoch, dem 12. Oktober 2005, wurde nachmittags im Boxenbereich des Hockenheimrings erstmals eine Messe zum beruflichen Start für 369 Werkreal-, Haupt- und Förderschüler des Raumes Hockenheim veranstaltet. Initiatoren waren die evangelische Kirchengemeinde Hockenheim und der Rotary Club Hockenheim. Sie wurden dabei von den Gewerbevereinen Hockenheim, Altlußheim, Neulußheim und Reilingen, der Bundesagentur für Arbeit sowie der Hockenheim-Ring GmbH unterstützt, die für diesen Anlass den Boxentrakt in dankenswerter Weise zur Verfügung stellte.
Für die Schülerinnen und Schüler der
war die Teilnahme Pflicht.
Hintergrund der Veranstaltung ist die nach wie vor prekäre Ausbildungssituation, die dazu führte, dass im vergangenen Jahr weniger als fünf Prozent der Abgänger von Hauptschulen einen Ausbildungsplatz erhielten. Dies liegt zum einen daran, dass die Absolventen dieser Schulen einem immer stärkeren Verdrängungswettbewerb durch Realschüler und Abiturienten ausgesetzt sind. Zum anderen sind den Schülerinnen und Schülern aber auch nicht alle ihnen offen stehenden Berufschancen bekannt.
Mit "Formel Job" wurde ein beachtlicher Teil des breiten Spektrums der praktischen Berufe an einem Nachmittag kompakt durch ein Bündnis von Schule und Gewerbe vermittelt. Die Veranstaltung diente aber nicht nur der Information, sondern aber auch der Motivation. Mit ihr erhielten die Schüler/-innen
Auch im schulischen Unterricht wurde die Veranstaltung „Formel Job“ gründlich vorbereitet. Dadurch mussten sich die Schüler/-innen schon im Vorfeld ganz gezielt mit ihren Berufsmöglichkeiten auseinandersetzen, die sie dann im Gespräch mit den Vertretern der Firmen und Institutionen am Hockenheimring vertiefen konnten. Die schulische Vorbereitung war eine weitere wichtige Voraussetzung zur erfolgreichen Abwicklung der Veranstaltung, weshalb die Organisatoren den Lehrer/-innen für ihr Engagement besonders danken.
33 Firmen und Institutionen präsentierten den 8. und 9. Klassen der Haupt- und Förderschulen sowie der 9. und 10. Klassen Werkrealschulen für sie geeignete Berufsbilder. Jeder Firma/Institution wurde zur Präsentation eine Boxe von 4 x 16 Metern, eine Stellwand, Tische und Sitzbänke sowie auf Wunsch auch Beschreibungen des von ihr vorgestellten Berufsbilds zur Verfügung gestellt.
VeranstaltungsablaufDie Veranstaltung lief im Wesentlichen in zwei unterschiedlichen Phasen ab. Zunächst besuchten die Schüler/-innen in kleinen Gruppen die Stände für Berufsbilder, für die sie bereits im Vorfeld ein besonderes Interesse entwickelt hatten. Anschließend wurden größere Gruppen in Begleitung eines Erwachsenen an die Stände geführt. Daneben wurden im Ernst-Wilhelm-Sachs-Haus noch Filme über Berufsbilder gezeigt, die nicht bei der Messe vertreten waren. Außerdem hatten die Schüler/-innen nach Ablauf der beiden Phasen noch Gelegenheit, sich in Einzelgesprächen über Berufsbilder zu informieren und Kontakte zu knüpfen sowie ihre persönlich gewonnenen Eindrücke zeichnerisch auf Plakatblättern zu verdeutlichen. Im Anschluss an die "Pflichtveranstaltung" wurde auf dem Boxendach noch eine zweistündige Disko als "Kür" geboten.
In dieser Phase kamen Gruppen von jeweils 3 bis 5 Schüler/-innen an die Stände. Zu Beginn des Informationsgesprächs stellte sich ein Schüler dem Standpersonal kurz vor. Dieses hatte die Kurzvorstellung zu bewerten, so dass nach Abschluss der Veranstaltung ermittelt werden konnte, welcher Junge oder welches Mädchen dies am besten gemeistert hatte. Im Anschluss an die Kurzbewerbung beantwortete das Standpersonal die Fragen der Schüler/-innen zum Betrieb bzw. zum Berufsbild.
In der so genannten Rallyezeit wurden Gruppen von 11 bis 13 Personen durch einen
Scout (Lehrer/-innen oder freiwillige Helfer) an die Stände geführt.
Die Firmen und Institutionen hatten typische Gegenstände aus ihrem Berufsfeld
mitgebracht - z.B. ein Bäcker Backwaren oder ein Autohaus einen Pkw - um den Schülern
ein Hineindenken in das Berufsbild zu erleichtern. Es wurde besonderer Wert darauf gelegt,
dass die Darstellung der Berufsbilder in sehr anschaulicher Weise erfolgte
und die Schüler/-innen direkt in die Präsentation einbezogen wurden.
Das Standpersonal stellte dazu Fragen an die Schüler/-innen oder bat diese,
einfache Arbeiten zu verrichten. Pro Berufsbild stand ein Zeitrahmen von 15 Minuten
zur Verfügung, nach dessen Ablauf der nächste Stand angesteuert wurde.
Auf diese komprimierte Weise war es möglich, jedem Schüler bzw. jeder Schülerin
innerhalb von nur eineinhalb Stunden sechs Berufsbilder zu vermitteln.
Nach der Rallyezeit bearbeiteten die Schüler/-innen schriftlich eine Reihe
von Fragen zu den erkundeten Berufsbildern, um das Gesehene zu vertiefen.
Hervorzuheben ist der disziplinierte Ablauf der Veranstaltung, der zeigte, dass der überwiegende Teil der Schüler/-innen bereit ist, sich verantwortlich mit seiner bzw. ihrer beruflichen Zukunft auseinander zu setzen. Dadurch war es möglich, den Schülern innerhalb kurzer Zeit wichtige Informationen für ihre Berufswahl in kompakter Weise zu vermitteln und ihre berufliche Motivation zu stärken. Als vorteilhaft haben sich die praktischen Beispiele zu den Berufsbildern erwiesen.
Schon während der Veranstaltung wurden zahlreiche Plätze für Praktika vergeben. Ob die Messe zu weiteren Ausbildungsverhältnissen führt, ist im Interesse der Jugendlichen zu hoffen. Die Zukunft wird dies zeigen. Abschließend wurde ein durchaus positives Resümee sowohl von der evangelischen Kirchengemeinde Hockenheim als auch dem Rotary Club Hockenheim gezogen, deren organisatorischer und finanzieller Aufwand sich gelohnt hat.
Die evangelische Kirchengemeinde Hockenheim mit Pfarrerin Dorothea von Choltitz und der Rotary Club Hockenheim mit seinem Präsidenten Gustav Schrank an der Spitze danken allen, die zum Gelingen der Messe „Formel Job“ beigetragen haben. Insbesondere danken sie
Sie haben durch ihr Engagement jene Jugendlichen in vorbildlicher Weise unterstützt, die bei sich in der heutigen Zeit bei der Suche nach einem Praktika- und/oder Ausbildungsplatz besonders schwer tun.
| Firma/Institution | Berufsbilder |
| Achat Hotel Mannheim-Hockenheim | Hotelfach |
| Louise-Otto-Peters-Schule | Altenpflege |
| Autohaus Krauth | Mechatroniker/in Kfz |
| Blumen-Huber (Silvia Keilmann) | Florist/in |
| Bossert-Kindergarten und Kinderkrippe | Kinderpflege |
| real-Markt | Fachverkäufer/in im Nahrungsmittelhandwerk Fleischer (verkaufsbetont) Kauffrau/-mann im Einzelhandel |
| Deutsche Post AG | Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen |
| ELREHA Elektron. Regelungen GmbH | Elektroniker/in Betriebstechnik |
| Foto Thome | Fotograf/in |
| Brauerei zum Stadtpark | Koch/Köchin |
| Heim Stahlbau GmbH | Metallbauer/in (Schlosser/in) |
| Kirchliche Sozialstation | Nachbarschaftshilfe |
| Werkstätten für Behinderte | Freiwilliges soziales Jahr |
| Claas Vertriebsgesellschaft mbH | Landmaschinenmechaniker/in |
| Deutscher Hotel- und Gaststättenverband | Gastronomieberufe |
| BUMAT Bewegungssysteme GmbH | Industriemechaniker/in |
| Willy Vogel AG | Klein- und Großanlagenbau |
| Braun & Erdel Metallverarbeitung GmbH | Zerspanungsmechaniker/in |
| Hoggemer Backstub, Bäckerei Kudimow | Bäcker/in Fachverkäufer/in |
| Louise-Otto-Peters-Schule | Altenpflege |
| Achat Hotel Mannheim-Hockenheim | Elektroniker/in |
| Altenberger Elektroservice GmbH | Altenpflege |
| Baumschule/Gärtnerei Huben | Gärtner/in Fachgebiet Baumschule |
| iTEC Services GmbH | Fachinformatiker/in |
| Braun-Clean-Service Glas- und Gebäudereinigung GmbH | Gebäudereiniger/in |
| Stadtwerke Hockenheim | Elektroniker/in Fachangestellte Bädertechnik Anlagenmechaniker/in Versorgungstechnik |
| Lau & Wacker | Anlagenmechaniker/in Sanitär/Heizung |
| Helmut Kief | Landwirt/in |
| Autohaus Hahn am Ring GmbH | Mechatroniker/in Kfz |
| McDonald’s | Fachkraft für Systemgastronomie |
| Agentur für Arbeit | Informationen zur Berufsbildung |
| Jürgen Hauser, Beratung und Training | Stand für Bewerbungsgespräche |
| AOK Rhein-Neckar | Stand für Bewerbungsgespräche |
Hier geht es zur Formel-Job-Homepage
Hier gibt es die Infobroschüre über Formel Job (609KB
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